NPH-Honduras-OneFamily-Familie

Zu Weihnachten als Familie vereint

Nach elf Jahren im NPH-Kinderdorf in Honduras ist die 21-jährige Christelle zu ihrer leiblichen Familie zurückgekehrt. Das erste gemeinsame Weihnachtsfest steht vor der Tür.

Jede große Veränderung im Leben ist eine Herausforderung. Gleichzeitig bringt sie Freude und die Chance zu wachsen. Für die 21-jährige Christelle aus Honduras kam eine solche große Veränderung vor einem halben Jahr: Nach elf Jahren im NPH-Kinderdorf in Honduras sollte Christelle zu ihrer leiblichen Familie zurückkehren.

Das OneFamily-Programm von NPH

Christelle ist Teil des OneFamily-Programms von NPH. Ziel dieses Programms ist es, jenen Kindern und Jugendlichen, die noch ihre leiblichen Familien haben, das Zusammenleben mit diesen zu ermöglichen. Die Rückkehr geschieht nicht von heute auf morgen, sondern wird sensibel von unseren SozialarbeiterInnen und PsychologInnen begleitet.

Im OneFamily-Programm bekommt jede Familie finanzielle Unterstützung von NPH. Diese wird für Nahrung, Kleidung, Bildung und medizinische Versorgung eingesetzt. Unsere MitarbeiterInnen besuchen die Kinder regelmäßig. So wird sichergestellt, dass die Mittel zweckgerecht eingesetzt werden und sich die Kinder gut entwickeln.

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Christelle (rechts) mit ihrer älteren Schwester und den beiden Neffen.

Auf einmal sind zwei Neffen da

Nach einem halben Jahr bei ihrer Familie kann Christelle gar nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist. Mit ihren beiden Neffen, drei und vier Jahre alt, verbringt sie nun viel Zeit. Christelle lebt bei ihrer Schwester und deren Familie.

„Es ist nicht das erste Mal, dass ich Feiertage mit meiner Familie verbringe. In den letzten Jahren haben wir Neujahr jedes Mal zusammen gefeiert. Aber es wird das erste Weihnachtsfest mit ihnen sein“, freut sich Christelle.

Und wie werden sie Weihnachten verbringen? Ähnlich wie im NPH-Kinderdorf. Gemeinsam werden sie die Messe besuchen und ein festliches Abendessen im Kreise der Familie genießen. Auf keinen Fall fehlen darf das traditionelle honduranische Weihnachtsgericht: Nacatamales. Das sind Weizentortillas, gefüllt mit Reis, einem Stück Fleisch und Kartoffeln. Eingewickelt in ein Bananenblatt, werden sie gekocht oder gedünstet.

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Der Blick auf die Straße in Tegucigalpa, in der Christelle mit ihrer Familie wohnt.

Auf eine hoffnungsvolle Zukunft

Die NPH-MitarbeiterInnen, die Christelle regelmäßig besuchen, sind zuversichtlich, dass die junge Frau ihren Weg gehen wird. In der Schule läuft es gut und sie hat schon ein paar Freunde gefunden. Bleibt nur die Frage: Was denken die jüngsten Familienmitglieder, Christelles Neffen, vom Einzug ihrer Tante?
Der Dreijährige antwortet: „Ich mag es nicht.“ Das bringt alle zum Lachen.
Es stellte sich heraus, dass ihn Christelle unlängst zurechtgewiesen hat, als er Unfug in der Kirche trieb. Wir sind sicher, dass der Groll bald Geschichte sein und die Familie ein schönes Weihnachtsfest verbringen wird.

 

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