Honduras‘ Hauptstadt Tegucigalpa

„Schicksal Flucht“: NPH schützt Kinder und Jugendliche in Lateinamerika vor Gewalt und Flucht

Wien, 19.6.2017 … Am 20. Juni ist der Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen. Aus Mittelamerika fliehen junge Menschen jährlich zu Tausenden ins Ausland. Sie flüchten vor allem vor Gewalt und Bandenkriminalität, sehen keine Zukunftsperspektiven im eigenen Land. Das internationale Kinderhilfswerk NPH (Nuestros Pequeños Hermanos = Unsere kleinen Brüder und Schwestern) schützt Kinder und Jugendliche in Lateinamerika vor Gewalt, ermöglicht ihnen eine fundierte Ausbildung und bewahrt sie so vor dem „Schicksal Flucht“.

Flucht vor Gewalt in Mittelamerika

Laut der UN-Flüchtlingsorganisation UNHCR mussten 65,3 Millionen Menschen bis Ende 2015 ihre Heimat verlassen. 51 % der Flüchtlinge weltweit sind jünger als 18 Jahre. Gerade in den mittelamerikanischen Ländern Guatemala, El Salvador und Honduras sehen junge Menschen oft keine Zukunftsperspektiven in ihrem eigenen Land. Sie flüchten vor drohender Gewalt und Verfolgung durch Banden und Gangs, Drogenkartellen sowie organisiertem Verbrechen. Aktuelle Zahlen von UNHCR zeigen, dass sich die Anzahl der Asylanträge in Mexiko und den USA von Menschen aus Guatemala, El Salvador und Honduras sei 2012 in nur drei Jahren verfünffacht hat. Mehr als 40.000 Anträge stellten Menschen aus diesen drei Ländern allein in der ersten Jahreshälfte 2016, 54 % mehr als in den ersten Monaten 2015. Sie suchten vor allem in den USA um Asyl an, eine signifikante Zunahme an Anträgen gab es aber auch in Mexiko, Belize und Costa Rica.

USA als Hauptziel der Flüchtenden

Die USA verzeichnete im ersten Halbjahr 2016 über 40 % mehr Asylanträge als im Jahr zuvor. Mehr als die Hälfte der Anträge stammte aus den vier Ländern Mexiko, Guatemala, El Salvador und Honduras. Mit mehr als 13.000 Asylanträgen waren Mexikanerinnen und Mexikaner die Hauptantragsstellenden in den USA. Die US-Regierung berichtet zudem von mehr als 39.000 unbegleiteten Kindern aus Mexiko, Guatemala, El Salvador und Honduras, die 2015 die Grenze in die USA zu überqueren versuchten. UNHCR vermutet als Hauptgrund, dass so viele Menschen aus Mittelamerika ihre Heimat verlassen, die steigende Gewalt in ihren Herkunftsländern.

Bei NPH in Sicherheit leben und einen Beruf erlernen

Lehrwerkstätte von NPH Honduras
Umfangreiche Ausbildungsgänge in den NPH-eigenen Lehrwerkstätten und eine solide Schulausbildung schützen die Kinder vor unsicheren Arbeitsverhältnissen im späteren Berufsleben. © NPH

Bei NPH werden Waisen und in Not geratene Kinder und Jugendliche in Lateinamerika Teil einer liebevollen Familie. Ihnen bleibt die Flucht ins Ausland erspart, denn sie leben in den NPH-Kinderdörfern in Sicherheit, bekommen eine umfassende medizinische Betreuung und eine fundierte Ausbildung.

 „Neben der Schule absolvieren unsere Kinder auch eine Lehre. Jedes Kind bei uns erlernt einen Beruf, damit sie später eine Chance auf dem Arbeitsmarkt haben, ihr Land weiterentwickeln können und es nicht verlassen müssen“, erklärt Wolfgang Martinek, Geschäftsführer von NPH Österreich.

Honduras‘ Hauptstadt Tegucigalpa
Honduras‘ Hauptstadt Tegucigalpa ist eine der gefährlichsten Städte der Welt. Das Leben vieler Kinder war vor ihrer NPH-Zeit von Gewalt geprägt. Bei NPH leben sie in Sicherheit. © NPH

Im NPH-Kinderdorf in Honduras leben fast 500 Kinder und Jugendliche fernab der Gewalt. In einem Land mit einer der höchsten Mordraten weltweit ist das eine Ausnahme. Vor ihrer NPH-Zeit haben viele Kinder schon schlimme Erfahrungen gemacht, sie wurden Opfer der Gewalt der Gangs. Das stabile und sichere Umfeld bei NPH verhindert, dass die Jugendlichen in die Kriminalität abrutschen.

„Gewalt ist in Honduras ein großes Problem. Die Hauptstadt Tegucigalpa zählt zu den gefährlichsten Städten der Welt. Kinder im zarten Alter von 11 Jahren werden schon als Bandenmitglieder rekrutiert. Sobald sie Teil einer Gang sind, gibt es fast kein Entkommen mehr. Deshalb ist unserer Arbeit hier so wichtig – wir beschützen unsere Kinder und Jugendlichen und bereiten sie möglichst gut auf ihr späteres Leben vor“, so Stefan Feuerstein, Leiter von NPH Honduras.

Foto-Downloads:

Foto 1: Lehrwerkstätte von NPH Honduras
Foto 2:
Honduras‘ Hauptstadt Tegucigalpa

Über NPH Österreich:

Das internationale Kinderhilfswerk NPH (Nuestros Pequeños Hermanos, dt. Unsere kleinen Brüder und Schwestern) sorgt für Waisen und in Not geratene Kinder in neun Ländern Lateinamerikas. Seit der Gründung 1954 sind mehr als 18.000 Kinder in den NPH-Kinderdörfern aufgewachsen. Spenden, Patenschaften und Testamentsspenden sichern ihre Betreuung und Ausbildung. NPH Österreich ist mit dem Österreichischen Spendengütesiegel ausgezeichnet, Spenden sind von der Steuer absetzbar.

Spendenkonto: Erste Bank, IBAN: AT85 2011 1822 4309 5500, BIC: GIBAATWWXXX
Online-Spendenshop: www.nph.at/spendenshop

Rückfragehinweis:

Carina Kirisits, MSc, BSc, BA | Communications & Sponsorship Manager
NPH Österreich – Hilfe für Waisenkinder
Zollergasse 37/5 | 1070 Wien
Telefon: +43 1 526 0220-17
carina.kirisits@nph.at | www.nph.at

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